Geschichte des Flughafen München

Über einen Zeitraum von knapp 53 Jahren war der Riemer Flughafen der internationale Airport der bayerischen Landeshauptstadt München. In den 19197 Tagen zwischen der Eröffnung und der Schliessung am 16.05.1992 wurden rund 250 Millionen Flugpassagiere abgefertigt.

Der 1939 in Betrieb genommene Flughafen München-Riem zählte damals zu den modernsten Flughäfen der Welt. Schon in dieser Zeit war München eine ausgesprochene Drehscheibe für Flüge nach Süden und Südosten. Diese Rolle des Luftverkehrsknotens nahm München-Riem bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wahr. Am 9. April 1945 wurden die Flughafenanlagen durch Bombenangriffe fast völlig zerstört. Von Mai 1945 bis Mai 1948 stationierte die amerikanische Besatzungsmacht in Riem Einheiten der US-Luftwaffe.

Nach der Rückgabe des Flughafens an die Stadt München und dem teilweisen Wiederaufbau der zerstörten Anlagen wurde am 12. Oktober 1949 die Flughafen München-Riem GmbH gegründet. An ihr beteiligten sich der Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt München zu je 50 Prozent. Im selben Jahr wurde eine neue 1900 Meter lange Start- und -Landebahn aus Betton geschaffen. Damit war der Grundstein für eine rapide Aufwärtsentwicklung gelegt, die mit 28 970 Passagieren im Jahr 1949 begann. Bereits zehn Jahre später mußte die Start- und Landebahn am Münchner Airport auf 2600 Meter verlängert werden, um den Anforderungen des Düsenverkehrszeitalters gerecht zu werden. Mit dem Jet-Zeitalter wuchs das Passagieraufkommen rapide, wurden 1950 noch ganze 69 044 Fluggäste registriert, waren es 1989 rund 10,5 Millionen — 145mal mehr.

Mit der Zunahme des Luftverkehrs wurden die Grenzen der Kapazität des Münchner Flughafens immer deutlicher. Damit einhergehend wurde Riem immer mehr zu einem Umwelt-, aber auch zu einem Sicherheitsproblem für die Bevölkerung Münchens. Von drei Seiten durch eine bis an den Flughafenzaun reichende großstädtische Besiedelung eingekeilt, fehlt das Gelände für dringend benötigte Erweiterungen. Die An- und -Abflugschneisen des Riemer Flughafens führten über dicht besiedeltes Wohngebiet. Dadurch waren rund 200 000 Münchner tagtäglich erheblichem Fluglärm ausgesetzt. Die Flugzeugkatastrophe an der Paulskirche im Jahre 1960 gab schließlich den Anstoß für die Suche nach einem geeigneten Standort des den neuen Münchner Flughafen.



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