Convair C-131D stürzt auf Trambahn

Eine vollbetankte Convair C-131D Passagiermaschine der United States Air Force war um 14:05 Uhr in München-Riem Richtung Norfolk (England) gestartet, als diese kurz nach dem Start - gegen 14:10 Uhr - auf eine Trambahn im Bereich Schwanthalerstraße/Martin-Greif-Straße (nördlich der Theresienwiese) stürzte.

Bereits vor dem Start hatte die 5 Jahre alte Maschine Probleme mit dem Motor, welche aber scheinbar behoben werden konnten. Der Pilot John Connery entschied sich damit für einen Start und so rollte die vollbetankte Convair mit 20 Personen (13 Passagiere) an Bord auf die Ostseite der Runway und hob um 14:05 in Richtung England ab.

Zeitgleich herrschte an dem verkaufsoffenen Samstag, 8 Tage vor Heilig Abend reges Treiben in der Einkaufsmeile an der Kreuzung Bayer-/ Martin-Greif-Straße der Landeshauptstadt.

In der Convair C-131D (CV-340) Samaritan der United States Air Force (Kennung: 55-0291) spitze sich hingegen bereits kurz nach dem Start die Situation zu. Erneut fiel der anfällige Motor aus, die zweimotorige Maschine kann somit kaum an Höhe gewinnen. Der Pilot John Connery entschied sich daher zur Rückkehr zum Flughafen München. Bei dem Manöver streifte das Flugzeug jedoch um 14:10 Uhr das Turmkreuz der Sankt-Pauls-Kirche an der Theresienwiese und stürzte daraufhin ab.

Ein Teil der Tragfläche durchschlug das Dach eines Hauses, nahezu 4000 Liter Treibstoff verwandeln die Straße in Sekundenbruchteilen in ein ca. 50 Meter hohes brennendes Inferno. Der Anhänger der Tramlinie 10 wird durch brennend Flugzeugteile in Brand gesetzt. Der Brand konnte von der Feuerwehr München innerhalb von 30 Minuten gelöscht werden.

Insgesamt 32 Trambahnfahrgäste und Passanten, sowie alle 20 Insassen der Convair kommen bei dem tragischen Flugzeugabsturz ums Leben.

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Unmittelbar nach der Katastrophe versuchen US-Behörden, gemeinsam mit deutschen Sachverständigen, die Unfallursache zu rekunstruieren. Nach der Auswertung der Flugschreiber kommt die Münchner Staatsanwaltschaft zu dem Ergebnis: Deutschen Stellen ist keine Schuld an der Flugkatastrophe nachzuweisen, eine Kraftstoffpumpe hatte Wasser angesammelt. Offen blieb, warum die Convair für den Flug nach London voll getankt startete. Der Flug nach London hätte etwa 3 Stunden gedauert, die Maschine war aber für einen 9,5 Stunden-Flug betankt worden.

Nach dem schwarzen Samstag wir der Ruf nach einer baldigen Verlegung des Flughafens München unüberhörbar. Auch Staatsregierung und Stadtverwaltung gehen unter dem Eindruck der Flugzeugkatastrophe in München, auf Distanz zu den Ausbauoptionen des Riemer Flughafens.