Flughafen-Tower in Riem

Der 35 Meter hohe, achtstöckige Tower des Flughafen München-Riem wurde im Jahr 1995 unter Denkmalschutz gestellt.

Bis 2014 stand der Tower des ehemaligen Riemer Flughafens ungenutzt in der neuen Messestadt Riem. 1995 sollte der Flughafen-Tower erstmals verkauft werden, die Verhandlungen scheiterten an den Nutzungsauflagen. Im Jahr 2001 kam die Idee auf, den ehemaligen Kontrollturm in eine Polizeistation für die Messestadt umzubauen, diese Pläne wurden jedoch verworfen - wobei der Tower durchaus einen sehr guten Gesamtüberlick über das Messezentrum geben würde - ist er doch eines der höchsten Gebäude an der Neuen Messe München.

Die Stadt München hatte nach dieser Entscheidung weiterhin versucht, den ehemaligen Flughafen-Tower in Riem mitsamt der dazugehörigen Grundfläche von ca. 14.000 m2 für 12,5 Millionen Euro zu veräussern. Letztmals im Jahr 2009. Der ehemalige Kontrollturm hätte zu einem Hotel für die Messestadt Riem umgebaut werden sollen. Offenbar kam der Investor aber zu dem Entschluss, dass ein Hotel für die gewünschte Zielgruppe nicht in unmittelbarer Nähe der Messe übernachten möchte, daher platzte der Deal mit der Stadt München gegen Ende 2010.

Video zum ungenutzten ehemaligen Flughafentower

Nach 25 Jahren: Kontrollturm findet wieder Verwendung

Bereits im November 2013 hatte der Münchner Projektentwickler WÖHR + BAUER die Rechte für das Grundstück von der Stadt Münchenper Vertrag erworben.

Am 06. März 2014 kam es zu einer Einigung für das 1,3 Hektar große Areal rund um den ehemaligen Flughafentower. Das Medizintechnologieunternehmen Brainlab aus Feldkirchen, bezieht ab Anfang 2017 das Gelände rund um den ehemaligen Kontrollturm. Auf dem Grundstück entsteht derzeit ein fünfgeschossiger Büro- und Produktions-Komplex mit einer Glasfront. Die Baukosten werden sich auf etwa 50 Millonen Euro belaufen. Der Mietvertrag zwischen der Brainlab und WÖHR + BAUER wurde vorläufig auf 15 Jahre festgeschrieben.

Frontalansicht: Der rote Turm wird in einen Bürokomplex aus Glas eingerahmt - Bild: Siegerentwurf kadawittfeldarchitektur